18.01.2016
Gabor Shoes AG

Zufriedenstellendes Jahr 2015

Die Gabor Shoes AG in Rosenheim ist mit dem Geschäftsjahr 2015 zufrieden. Nach Jahren des kräftigen Wachstums konnte man aber das sehr gute Ergebnis des Vorjahres bei der Zahl der verkauften Paar Schuhe und auch im Umsatz nicht erreichen.

Das Unternehmen setzte 2015 mit allen Marken 9,5 Mio. Paar Schuhe ab. Dies entspricht einem Minus von 2,1 %. Der Umsatz ging um 4,9 % zurück und erreichte 393 Mio. Euro inklusive Lizenzen, Gabor Shop & Store GmbH und Gabor Footwear GmbH.

Mit der Marke Gabor wurde ein Umsatz von 339 Mio. EUR erzielt, was einem Minus von 4,1 % gleichkommt. Die Absatzmenge verringerte sich um 2,2 % auf 8,3 Mio. Paar. Der Exportanteil (Umsatz) stieg leicht auf 50,4 %. Mit der Marke camel active wurden 41 Mio. EUR Umsatz erzielt, den Rest steuerten die Lizenzen bei. Zum Ende des Jahres 2015 gab es weltweit 651 Gabor-Flächen, die als Monostores oder Shop-in-Shops überwiegend von selbständigen Händlern geführt wurden. Die Zahl der Mitarbeiter ging mit 31. Dezember 2015 leicht zurück auf 3.215, davon 430 in Deutschland und knapp 2.800 in den beiden europäischen Werken in Portugal und der Slowakei.

Trotz der Umsatzrückgänge bewertet Gabor das erzielte Ergebnis positiv, da die Rahmenbedingungen derzeit herausfordernd sind. Aufgrund mehrerer zu milder Winter hatte der Handel hohe Lagerbestände aufgebaut und daher insgesamt weniger neue Ware eingekauft. Außerdem macht der fortwährende Strukturwandel hin zu mehr Internetkäufen vielen Händlern mit klassischem Ladengeschäft zu schaffen.

Auch im Export gibt es Herausforderungen. Die angespannte Situation in Russland / Ukraine und die Schwäche des Rubels haben die Verkäufe in dieser Region schrumpfen lassen. Auch in anderen Ländern spürt man stellenweise das Ausbleiben russischer Touristen. In einigen osteuropäischen Ländern kam es aufgrund von politischen Festlegungen, z.B. der Streichung der Sonntags-Öffnungszeiten in Ungarn, zu Umsatzeinbußen.

Die Schweizer Händler litten unter der starken heimischen Währung und der massiven Abwanderung von Kaufkraft ins benachbarte Ausland, insbesondere in den Grenzregionen.

Umso bemerkenswerter ist es, dass Gabor für Frühjahr/Sommer 2016 das zweitbeste Verkaufsergebnis seiner Unternehmensgeschichte erzielen konnte. Welche Auswirkungen der wieder einmal sehr milde Winter auf das kommende Herbstgeschäft haben wird, bleibt abzuwarten. Insgesamt ist man bei Gabor aber auch für das Gesamtjahr 2016 optimistisch.

www.gabor.de