24.08.2013
WKO-Kommentar

Mehr Handlungsspielraum durch alternatives Arbeitszeitmodell

Mit 1. September haben Betriebe die Möglichkeit, im Rahmen des neuen Arbeitszeitmodells „Arbeiten an Samstagen, dafür Bonus Super-Wochenende“ mit ihren Mitarbeitern entsprechende vertragliche Vereinbarungen abzuschließen.

Grundsätzlich ist es dann möglich, dass unsere Mitarbeiter jeden Samstag ganztätig arbeiten können. Voraussetzung ist, dass eine Betriebsvereinbarung oder in Betrieben ohne Betriebsrat ein schriftlicher Vertrag abgeschlossen wird. Die Lockerung der „Schwarz-Weiß-Regelung“ bringt Unternehmen mehr Flexibilität bei der Personalplanung an Samstagen und bessere Betreuungsqualität im österreichischen Einzelhandel an frequenzstarken Samstagen. Diese zusätzliche Gestaltungsmöglichkeit ist sehr kundenorientiert und ermöglicht es, auf die Wünsche und Bedürfnisse sowohl der Mitarbeiter als auch der Betriebe besser als bisher einzugehen.

Der arbeitsfreie Samstag ist und bleibt ein wichtiger sozialpolitischer Bestandteil im Zusammenhang mit den Öffnungsmöglichkeiten am Samstag nach 13.00 Uhr. Die neue Regelung sichert diese wichtige Qualität für die Beschäftigten und ermöglicht gleichzeitig den von vielen Seiten erwünschten größeren Spielraum. Mit dem Gelingen dieser wichtigen Weiterentwicklung wurde ein solider Grundstein für künftige, lösungsorientierte Entwicklungsschritte gelegt, mit dem Ziel, das gesamte Gehaltssystem für Handelsangestellte neu zu gestalten. Dazu gehören die Überarbeitung des Beschäftigungsgruppenschemas, die Vereinfachung der derzeit bestehenden Gehaltstafeln sowie eine faire Verteilung des Lebenseinkommens.

Kommentar Spartenobmann Komm.-Rat Erwin Pellet

wko.at/wien/handel