03.08.2016
Ricosta

Auszeichnung für nachhaltiges und soziales Handeln

Der deutsche Kinderschuhhersteller Ricosta erhielt am 26. Juli 2016 als erster Schuhhersteller weltweit das Zertifikat „ETI Base Code“ der Ethical Trade Initiative (ETI).

Nachhaltigkeit ist für Ricosta Anspruch und Motivation zugleich. Das Unternehmen aus Donaueschingen gilt als Vorreiter und Vorbild des nachhaltigen Handelns in der Schuhbranche. Schon 1997 startete der Kinderschuhhersteller den Aufbau und die anschließende Zertifizierung eines Umweltmanagement-Systems gemäß DIN EN ISO 14001. Die erste Validierung nach EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) erfolgte 1999. Der betriebliche Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz beschränkt sich dabei nicht nur auf den Firmensitz in Donaueschingen. Auch die Werke in Ungarn, Polen und Rumänien sind nach der Norm DIN EN ISO 14001 zertifiziert.

 

Ricosta Ungarn
Bild: Ricosta
 
Ricosta Polen
Bild: Ricosta
 

 

Damit blickt Ricosta auf eine fast 20-jährige Erfahrung zurück. „Ein derartiges Engagement ist in der europäischen und weltweiten Schuhindustrie einzigartig“, erklärt Ricosta Geschäftsführer Ralph Rieker. Zum nachhaltigen Handeln gehört die unternehmerische, soziale Verantwortung (CSR – Corporate Social Responsibility) unabdingbar dazu. CSR fordert von Unternehmen ein Handeln, das über die bereits bestehenden gesetzlichen Vorgaben hinaus Verantwortung für ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit übernimmt. Die CSR Aktivitäten wurden daher in diesem Jahr in das RICOSTA Umweltmanagement-System integriert und auditiert. Die Auditierung erfolgte durch das Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens, und zwar sowohl in der Zentrale in Donaueschingen als auch an den anderen Standorten der Unternehmensgruppe sowie bei den Hauptlieferanten für Schäfte in der Ukraine. Das Ergebnis: Alle Standorte haben die Prüfung bestanden und entsprechen den strengen Vorgaben des „ETI Base Code“ (Ethical Trade Initiative), der unter anderem sichere und hygienische Arbeitsbedingungen, die Zahlung eines existenzsicheren Lohns, rechtsverbindliche Arbeitsverträge und die freie Wahl des Arbeitsverhältnisses vorsieht (siehe auch Anlage ETI).

Für sein vorbildliches nachhaltiges und soziales Handeln im Bereich CSR wird Ricosta daher am 26. Juli 2016 in Düsseldorf als erster Schuhhersteller weltweit mit dem Zertifikat „ETI Base Code“ ausgezeichnet.

Der ETI-Grundkodex basiert auf den Grundsätzen der Internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organisation, ILO) und ist allgemein als Muster-Kodex für Arbeitsbedingungen anerkannt. Die Initiative ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Gewerkschaften und nicht staatlichen Organisationen (NGOs). „Wir freuen uns sehr über das ETI Zertifikat als hochkarätige Auszeichnung“, sagt Ricosta Geschäftsführer Ralph Rieker.   

 

Ricosta-Geschäftsführer Ralph Rieker
Bild: Ricosta  

 

Was ist Ethical Trading Initiative?

Zweck und Anwendungsbereich

Die Ethical Trading Initiative (ETI) ist ein Zusammenschluss von Unternehmen, Gewerkschaften und nicht staatlichen Organisationen (NGOs) der sich für verbesserte Lebens- und Arbeitsbedingungen von Arbeitern und ihren Familien einsetzt. Die Initiative konzentriert sich auf Unternehmen, die Waren für Konsumgütermärkte herstellen, zuliefern oder verkaufen. ETI-Mitglieder müssen sich an einen Kodex für Arbeitsrichtlinien halten, der auf den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) basiert.

Angestrebt wird die Garantie, dass die Arbeitsbedingungen für Arbeiter, die für den Markt produzieren, mindestens internationalen Standards entsprechen. Die Lebensbedingungen für von Armut betroffene Menschen auf der ganzen Welt sollen verbessert werden.

Verbindlichkeiten

Grundlage für die Ricosta-Gruppe und Zulieferpartner, die ausschließlich für Ricosta produzieren, ist die Verpflichtung zur Einhaltung des „ETI Base Code“, in dem die wichtigsten internationalen Standards im Hinblick auf Arbeitspraktiken wiedergegeben werden. Diese sind unter anderem:

• freie Wahl des Arbeitsverhältnisses

• keine Kinderarbeit

• keine unmenschlichen oder gewalttätigen Behandlungen

• sichere und hygienische Arbeitsbedingungen

• Zahlung eines existenzsichernden Lohnes

• Begrenzung der Arbeitszeit

• Keine Diskriminierung bei der Beschäftigung

• Rechtsverbindlicher Arbeitsvertrag

• Versammlungsfreiheit und das Recht auf Tarifverhandlungen

www.ricosta.de