17.05.2017
Onlinehandel

Konsumenten registrieren dynamische Preisgestaltung oft nicht

Laut einer aktuellen Studie des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens bemerken 40 Prozent der Konsumenten und Konsumentinnen Preisänderungen im Onlinehandel nicht. Preisänderungen fallen Konsumenten vor allem bei Reisebuchungen auf.

Wer online einkauft, muss zunehmend mit individuell angepassten und sich flexibel ändernden Preisen rechnen. Die dynamische Preisgestaltung (Dynamic Pricing), also die Anpassung des Preises je nach Tageszeit oder Wetter, ist im Online-Handel bereits weit verbreitet. Immer häufiger setzen Händler auch auf die datenbasierte individualisierte Preisbildung (Personal Pricing), bei der das bisherige Surf- und Einkaufsverhalten, der Standort sowie die Art des benutzten Endgeräts miteinbezogen werden. Für Konsumenten erschwert sich damit ein transparenter Preisvergleich. Doch bemerken diese überhaupt veränderte Preise und wie reagieren sie darauf? Eine repräsentative Studie des Österreichischen E-Commerce-Gütezeichens ermittelte den Status quo und befragte 500 Österreicher/innen u. a. auch zur bevorzugten Zahlungsmethode und worauf sie beim Einkauf im Internet sonst noch achten.


Bild: Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen  

 

Die Studie zeigt, dass Konsumenten Preisänderungen vor allem bei Dienstleistungen – im Speziellen bei Reisebuchungen – bemerken. Jeweils 25 Prozent geben an, Preisschwankungen bei Hotel- und Flugbuchen registriert zu haben. 15 Prozent fiel dies auch bei Pauschalreiseangeboten – also Kombiangeboten mit Flug und Hotel – auf. Produktbezogene Preisänderungen fielen 15 Prozent der befragten Online-Einkäufer bei elektronischen Unterhaltungsgeräten wie Smartphones, Fernsehgeräten und Computern auf, weiteren 13 Prozent bei Haushaltsgeräten und jeweils 10 Prozent bei Bekleidung und Sportartikeln. Überraschend ist, dass 40 Prozent Preisschwankungen beim Online-Einkauf hingegen noch gar nie bemerkt haben.

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